Chromidotilapiine Cichlids Conservation Project

Aufgrund des Umstandes, dass leider immer mehr Arten aus der Gruppe der chromidotilapiinen Cichliden seltener bzw. gefährdet werden, wird das bisherige Limbochromis Conservation Project innerhalb eines neuen, umfassenderen Projektes eingebettet, nämlich dem

Chromidotilapiine Cichlid Conservation Project (CCCP)

Innerhalb des CCCP werden in der nächsten Zeit mehrere Unterprojekte entstehen, die sich jeweils mit einer Art im Detail beschäftigen werden. Dabei werden einzelne Klassen bezüglich der Wichtigkeit der Arterhaltung unterschieden:

In der Kategorie A werden nur solche Arten eingereiht, die nach derzeitigem Wissensstand in der Natur, also in ihrer natürlichen Verbreitung, nur eng umrissene Areale besiedeln und aufgrund von bekannten Einwirkungen in diese Areale stark gefährdet sind (A1), oder nur kleinere Areale besiedeln (dürften) und dadurch potentiell stark gefährdet erscheinen (A2).
In der Kategorie B werden Arten eingereiht, zu deren Status in der Natur keine exakten Informationen bekannt sind, die aber nach derzeitigem Wissen wahrscheinlich auch nur relativ limitierte Verbreitung in der Natur besitzen dürften und daher wahrscheinlich oder leicht einer Gefährdung unterliegen könnten (B1). Es kann zum Tragen kommen, dass Aten zwar vielleicht ein gutes Verbreitungsareal aufweisen, bei denen aber aufgrund der Wahrscheinlichkeit, dass sie nur äußerst selten für die Aquaristik importiert werden dürften (B2), z.B. aufgrund infrastruktureller Gegebenheiten im Herkunftsgebiet, oder politisch-soziologischer Probleme, die Annahme besteht, dass der Import einer solchen Art - wenn einmal ermöglicht gewesen - kaum bis gar nicht nochmals innerhalb eines überschaubaren Zeitraumes zu erwarten ist und eine solche Art daher mit besonderer Sorgfalt im Hobby erhalten werden soll.

Eine Art der Kategorie A kann dabei unter Umständen gleichzeitig auch als eine Art der Kategorie B eingestuft werden, wobei aber meist nur Arten der Kategorie A auch Bezug zur Arterhaltung gemäß der Standards von Arterhaltungsprogrammen in Zoos oder anderen wissenschaftlichen Einrichtungen erfüllen werden, bzw. ggf. auch der Roten Liste erfüllen werden.
Der Status jeder Art innerhalb des Projektes wird halbjährlich geprüft, allfällig vorzunehmende Umstufungen einer Art werden dabei durchgeführt.

 

Projektleiter: Mag. Dr. Anton Lamboj    Email: a.lamboj@oevvoe.org

Projektpartner

 Zoo Schönbrunn, Vienna        Aquarium Berlin

 

 

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